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5. September 2011 - aqua mühle frastanz startet Pilotprojekt für neuen Lehrberuf im Gesundheits- und Sozialbereich


Mit einem Empfang für Lehrlinge und deren Eltern wurde am 5.9.2011 eine österreichweit neue Lehrausbildung feierlich gestartet: 20 Lehrlinge werden in dreizehn verschiedenen Sozialeinrichtungen zunächst drei Jahre als Betriebsdienstleistungskaufleute ausgebildet. Im Anschluss daran steht den Lehrlingen in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch eine einjährige Ausbildung zu PflegehelferInnen offen.


Die Ausbildung im Pflegebereich ist in Österreich per Gesetz nur Jugendlichen und Erwachsenen möglich, die mindestens 17 Jahre alt sind. Dr. Guntram Rederer, Direktor der Feldkircher Gesundheits- und Krankenpflegeschule, weiß aus langjähriger Erfahrung, dass viele 15jährige SchulabsolventInnen Interesse an einer solchen Ausbildung bzw. an einer Berufslaufbahn im Bereich Pflege hätten. „Aber zwei Jahre auf einen Ausbildungsplatz warten, das wollen viele verständlicherweise auch wieder nicht“, so Dr. Rederer.

Er hat deswegen von Anfang an die Idee der aqua mühle frastanz unterstützt, hier einen neuen Lehrberuf zu schaffen. Die jahrelangen Bemühungen, maßgeblich unternommen von aqua-Aufsichtsratmitglied Günter Lampert und dem früheren Lehrlingsberater der Bundesregierung, KR Egon Blum, führten letztlich zum Erfolg.

„Weil sich Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber sehr unmissverständlich für dieses Pilotprojekt ausgesprochen hat“, betonte DSA Thomas Vogel, der Geschäftsführer von aqua bei der Begrüßung der Lehrlinge und ihrer Eltern in der „Energiefabrik an der Samina“ in Frastanz. Nachdem Landeshauptmann Sausgruber „grünes Licht“ gegeben hatte, ging es rasch: In kurzer Zeit waren dreizehn Ausbildungsbetriebe gefunden. „Besonders hat mich gefreut, dass ausnahmslos alle Träger von Seniorenheimen mitmachen“, so Günter Lampert: Sozialzentren verschiedener Gemeinden, der Benevit, der Senecura sowie das Antoniushaus und die Seniorenresidenz Martinsbrunnen sind mit dabei, dazu das Landeskrankenhaus, die Lebenshilfe und das Rote Kreuz. Die 20 von der Landesregierung für den Pilotversuch genehmigten und vom Arbeitsmarktservice Vorarlberg geförderten Lehrausbildungsplätze waren rasch vergeben.

Landesrat Mag. Karlheinz Rüdisser, als Förderer des Projektes und Vertreter der Landesregierung beim Auftakt dabei, sieht im großen Interesse an der neuen Lehrausbildung eine schöne Bestätigung dafür, dass mit diesem Angebot der richtige Weg eingeschlagen wird. Das Pilotprojekt birgt seiner Ansicht nach beachtliche Zukunftschancen: "Der Bedarf an Pflegepersonal wächst kontinuierlich. Mit dem Modellprojekt können wertvolle Erkenntnisse für eine erfolgreiche Weiterentwicklung gewonnen werden". Erfreut zeigte sich der Landesrat über die hohe Motivation bei jungen Menschen, in diesem Bereich tätig zu werden.

Die zwanzig Jugendlichen werden nach ihrer Ausbildung beste Berufschancen haben, wie Bernhard Bereuter, der stellvertretende Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice betont: "Das AMS Vorarlberg hat das Pilotprojekt aus diesem Grund von Anfang an unterstützt." Er und die übrigen Projektbeteiligten sind überzeugt davon, dass sich das Modell bewähren wird, die Fachhochschule Dornbirn wird das auch wissenschaftlich evaluieren.
Ziel ist es, das Modellprojekt als reguläre Lehrausbildung österreichweit zu etablieren.
 
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